News

Programm 2019 ist online

Auf dem Klimacamp wird es ein umfangreiches Programm mit Workshops, Podien, Konzerten und Theater geben. Wir haben zahlreiche spannende Einreichungen erhalten und freuen uns auf ein vielfältiges Programm. Ein Schwerpunktthema auf dem Camp wird die Verbindung von Klimagerechtigkeit und dem Kampf gegen Rechts beziehungsweise für eine offene, solidarische Gesellschaft sein.

Hier könnt ihr im Programm stöbern.

Das Programm des Klimacamps ist offen für alle Interessierten. Lediglich für die Kurse der Degrowth-Sommerschule müsst ihr euch anmelden. Dazu geht‘s hier lang.

Jetzt zur Sommerschule anmelden!

Die 5. Degrowth-Sommerschule „Alle Dörfer bleiben – weltweit“ findet vom 4.-8. August auf dem Klimacamp Leipziger Land in Pödelwitz statt. Mit der Sommerschule wollen wir den Widerstand der Menschen aus dem durch Abbaggerung bedrohten Dorf Pödelwitz unterstützen, genauso wie den Widerstand von Menschen auf der ganzen Welt, deren Dörfer und Lebensgrundlagen durch die Folgen des Klimawandels und den Ressourcenhunger wachstumsorientierter Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme bedroht sind. Im Fokus der mehrtägigen Kurse steht die Suche nach konkreten Alternativen für eine Gesellschaft, die ein gutes Leben für alle ermöglicht.

Jetzt anmelden!
…oder vorher im Programm stöbern.

Die Kurse der Sommerschule laufen über vier Tage mit einer festen Gruppe. In dieser Zeit könnt ihr euch kritisch mit den Folgen unserer kapitalistischen Gesellschaft auseinandersetzen, z.B. über die Frage: „Entwicklung für wen? – Wie die EU Fluchtursachen schafft!“. Außerdem wollen wir über Alternativen sprechen: „Das Gute Leben für Alle? Die Zukunft feministisch und ökologisch gestalten“. Für die Kurse könnt ihr euch ab sofort online anmelden. Die Teilnehmer*innen-Zahl ist beschränkt.

Darüber hinaus erwarten euch insgesamt 5 Podien, zu den Themen „Widerständige Dörfer – der Kampf gegen Braunkohle und für Klimagerechtigkeit“ oder „Gegen den Rechtsruck. Für ein Klima der Gerechtigkeit“, sowie Theater, Konzerte, gemeinsam gekochtes Essen und die inspirierende Atmosphäre eines selbstorganisierten Klimacamps.

Ausführliche Informationen zur Anmeldung und zum Programm der Sommerschule findet ihr auf der Homepage der Sommerschule.

Call for Workshops und Kurse

Vom 03. bis 11.08.2019 findet das zweite Klimacamp Leipziger Land statt. Das Camp ist ein Ort des Austauschs und der Vernetzung mit einem vielfältigen Bildungsangebot und kreativen Protestaktionen. Mit dem Camp soll der Widerstand gegen Braunkohle in der Region und weltweit gestärkt werden. Es ist Teil einer wachsenden globalen Klimagerechtigkeitsbewegung.

Auf dem Klimacamp Leipziger Land wird vom 04. – 08. August die 5. Degrowth-Sommerschule zu Gast sein. Die diesjährige Degrowth-Sommerschule widmet sich dem Motto „Alle Dörfer bleiben – weltweit“. Dazu werden sich etwa 500 Teilnehmende in rund 20 fortlaufenden Kursen gemeinsam mit lokalen und globalen Lösungsstrategien auseinandersetzen und Konzepte erarbeiten, wie eine soziale, ökologische und demokratische Gesellschaft jenseits des Wachstums aussehen kann.

Ein wichtiger Bestandteil des Klimacamps ist ein umfangreiches Bildungsangebot mit Workshops, Diskussionen und Exkursionen sowie Kulturveranstaltungen. In Anknüpfung an die Thematik der Degrowth-Sommerschule 2018 sollen die diesjährigen Workshops u.a. die Möglichkeit bieten, sich weiter mit Themen der sozial-ökologischen Transformation und deren globalen Perspektiven auseinanderzusetzen. Im Kontext einer gelebten Utopie freuen wir uns wieder auf praktische Workshops, wie z.B. Skillsharing und DIY. Im Hinblick auf die anstehenden sächsischen Landtagswahlen 2019 und den sich abzeichnenden rechtspopulistischen Strukturen und Ideologien wollen wir uns mit anderen Bewegungen solidarisieren und vernetzen und legen daher den diesjährigen Themenschwerpunkt auf die Schnittstellen zwischen Antirassismus/Antifaschismus und Klimagerechtigkeit.

Wir laden Dich, Sie und Euch ein, Kurse für die Degrowth-Sommerschule und Workshops (auch für junge Menschen) für das Klimacamp einzureichen!

Frühlingsaktion Pödelwitz

Keinen Meter der Kohle: Frühlingsaktion in Pödelwitz.
Damit alle Dörfer bleiben – im Leipziger Umland und überall

Samstag, 13.4.2019 | 15-20 Uhr | an der Kirche in Pödelwitz

Wenn der Beschluss der Kohlekommission ernst genommen wird, dann müssen keine Dörfer mehr der Kohle weichen. RWE, MIBRAG, LEAG sowie die Landesregierungen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Brandenburg sehen das aber anders und arbeiten mit ihrer Politik des verzögernden Kohleausstiegs aktiv gegen das 1,5-Grad-Ziel. Zu diesem haben sich neben Deutschland zahlreiche Staaten im Pariser Abkommen verpflichtet. Zum Einhalten der 1,5-Grad-Grenze ist ein schnelles Handeln in den nächsten 10 Jahren erforderlich, sonst ist es zu spät – so der Weltklimarat in seiner Studie vom November 2018. Der politische Umgang mit dem Kohleausstieg und den Menschen in den von Abbaggerung bedrohten Dörfern ist inakzeptabel, daher rufen wir auf:

Kommt am 13. April zur Frühlingsaktion in Pödelwitz: „Keinen Meter der Kohle!“ Gemeinsam machen wir deutlich, dass wir uns der Abbaggerung der Dörfer entgegen stellen und keinen Meter abgeben werden! Dazu bauen wir diesmal kein Baumhaus für den Hambacher Forst, sondern zimmern gemeinsam einen bunten Wald von Widerstandsversprechen gegen die Abbaggerungen – mit Farbe, Stoffen, Fäden und mehr – mit Groß und Klein. Am Abend entzünden wir gemeinsam ein Widerstands-X aus Kerzen für den Erhalt aller Dörfer!

Unsere Widerstandsversprechen sehen sich in der Tradition des Widerstands in der DDR, als der Cospudener Tagebau im Leipziger Südraum gestoppt wurde, im Anti-Atom-Widerstand v.a. im Wendland, in den Besetzungsaktionen von Ende Gelände und Kohle ErSetzen, in der Verteidigung des Hambacher Forsts und in den Bagger-Besetzungen der letzten Monate – und unsere Versprechen sind auch Versprechen für die Zukunft!

Dazu gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Kaffee und Kuchen, Infostände, eine Bühne mit Musik, Beiträge von Menschen aus den betroffenen Dörfern in Nordrhein-Westfalen, der Lausitz, dem Leipziger Land und aus dem Globalen Süden. Junge Menschen erwartet u.a. eine Hüpfburg, Wimmelbilder, Anstecker-Basteln, u.a.m. Auf einem Dorfspaziergang zeigen wir, wie die MIBRAG große Teile von Pödelwitz leer stehen lässt und die Dorfentwicklung blockiert, ganz ohne rechtliche Grundlage, und schauen auch zum Betriebsgelände. Für alle der mehr als 60 abgebaggerten Dörfer und Städte der Region um Leipzig bauen wir Gedenk-Schilder, mit denen wir auch an die vielen unsichtbar gewordenen Schicksale erinnern. Abends werden wir grillen und den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Wir laden euch ein, nach Pödelwitz zu kommen um zu zeigen, dass wir die Zukunft der Dörfer nicht den Kohlekonzernen überlassen und uns nicht mit Kompromissen der kohlefreundlichen Regierungen abspeisen lassen. Keinen Meter der Kohle! Damit alle Dörfer bleiben – im Leipziger Umland und überall!

Weitere Informationen auch zur Anreise unter: alle-doerfer-bleiben.de

Auftaktplenum KC Leipziger Land 2019

Auch 2019 soll es wieder ein Klimacamp Leipziger Land und eine Degrowth Sommerschule geben. Um diese zu organisieren freuen wir uns über neue Ideen, Gesichter und Unterstützung.

Als Vorbereitungskreis treffen wir uns alle 6-8 Wochen in Leipzig. Der Prozess offen für neue Menschen. Vorkenntnisse sind nicht wichtig, auch der Vorbereitungsprozess für das Camp ist ein Lernraum.

Unsere Auftaktplenum findet vom 08. bis 10. Februar statt. Wenn ihr Lust habt Klimacamp oder Sommerschule mitzugestalten oder mehr Informationen haben möchtet, dann schreibt uns einfach eine Mail.

Neues Bündnis „Alle Dörfer bleiben!“

„Alle Dörfer bleiben!“
Neues Bündnis will Dörfer vor Kohlebaggern schützen

Keyenberg, Pödelwitz, Proschim. „Alle Dörfer bleiben!“, so lautet der Name und die zentrale Forderung des neuen, deutschlandweiten Bündnisses, in dem Betroffene aller Braunkohle-Reviere und die Klimagerechtigkeitsbewegung gemeinsam gegen Zwangsumsiedlung und Klimazerstörung kämpfen. Noch während der Verhandlungen der Kohlekommission in Berlin kündigen sie an, gemeinsam für den Erhalt aller Dörfer und Siedlungen in den drei Braunkohleregionen Rheinland, Leipziger Land und Lausitz einzutreten.

„Wir schließen uns zusammen, tragen unseren Protest auf die Straßen und setzen uns dafür ein, dass unsere Dörfer lebenswert bleiben, statt für den Braunkohleabbau zerstört zu werden“, so David Dresen aus Kuckum im Rheinland. Karin Noack aus Proschim in der Lausitz ergänzt: „Unsere Dörfer sind über Jahrhunderte gewachsen und können nicht ersetzt werden. Schon jetzt bürden wir den nächsten Generationen mit den Folgen der Braunkohle eine Menge auf. Jetzt noch weitere Dörfer zu zerstören ist nicht akzeptabel.“ Jens Hausner, Tagebau-Betroffener aus dem sächsischen Pödelwitz weiter: „Sogar die Kirchen werden abgerissen, und die Bauern verlieren ihre Höfe. Und all das nur, damit die Kohlekonzerne mehr Gewinn machen. Es reicht, wir nehmen das nicht hin. Wir kämpfen mit den Menschen in den anderen Revieren dafür, dass alle Dörfer bleiben.“

Für die nächsten Wochen und Monate sind Protestaktionen und eine Stärkung der Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen und Gruppen in den Braunkohlerevieren geplant. Am 1. Dezember wird das Bündnis bei den Demonstrationen für einen Kohleausstieg in Köln und Berlin vertreten sein und am 23. März 2019 lädt „Alle Dörfer bleiben!“ zu einem Sternmarsch der Dörfer im Raum Garzweiler im Rheinland ein.

„Die Kohlekommission tagt derzeit in Berlin und hat die Möglichkeit, einen schnellen Ausstieg aus der Kohle zu beschließen, um die Dörfer und Landschaften zu schützen und zur Einhaltung der 1,5-Grad-Grenze beizutragen“, so Johanna Winter, die in der Bewegung für Klimagerechtigkeit aktiv ist. „Doch die Industrie-Lobbyisten in der Kommission mauern. Bei einem schlechten Ergebnis sind sie verantwortlich für die Zerstörung von Wohnort, Gemeinschaft und Geschichte tausender weiterer Leute hier in Deutschland, und für die Vernichtung der Lebensgrundlagen von noch mehr Menschen in den Ländern des Globalen Südens, die heute schon die Folgen der Klimakatastrophe erfahren müssen.“

Das Bündnis geht aus einer Gruppe von Betroffenen des Tagebaus Garzweiler im Rheinland hervor, denen Zwangsumsiedlung oder Grubenrandlage drohen, sowie Aktiven der Bewegung für Klimagerechtigkeit. Die Gruppe hatte in Kooperation mit dem Klimacamp im August eine Veranstaltungsreihe rund um den lokalen Widerstand gegen die Braunkohle organisiert. Nach den erfolgreichen Protesten im Hambacher Wald initiierte sie gemeinsam mit dem Naturführer Michael Zobel, der in den vergangenen Jahren zigtausende Menschen durch den Wald führte, die „Dorf- und Waldspaziergänge“ im Raum Garzweiler. Bereits am ersten Termin im Oktober kamen nach kurzfristiger Ankündigung über 900 Menschen in das von der Abbaggerung bedrohte Keyenberg.

Auch im Leipziger Revier rund um das Dorf Pödelwitz hat sich im letzten Jahr der Widerstand verstärkt, denn hier plant der MIBRAG-Konzern sogar eine Tagebauerweiterung. Die Bürgerinitiative „Pro Pödelwitz“ lud dort das „Klimacamp Leipziger Land“ in ihr malerisches, im Prozess der Umsiedlung befindliches Dorf ein. Über 1000 Menschen folgten dem Aufruf und lebten 10 Tage lang Seite an Seite mit den Anwohnenden – man feierte ein Dorffest, es gab zahlreiche Bildungsveranstaltungen und auch ungehorsame Protestaktionen.

Mehr Informationen über das Bündnis, den Aufruf und Informationen zu den vom Abriss bedrohten Dörfern sind auf der Website www.alle-doerfer-bleiben.de zu finden.

Pressekontakte:

Vom Braunkohle-Bergbau Betroffene:

Rheinland:
David Dresen (Kuckum): +49 1782334959
Birgit und Andreas Cichy (Wanlo): +49 2166-127228

Leipziger Land:
Jens Hausner (Pödelwitz): +49 342 9648912

Lausitz:
Karin Noack (Proschim): +49 151 58857609

Aus der Klimagerechtigkeitsbewegung:

Johanna Winter: +49 1577 3424260
Christopher Laumanns: +49 1577 3395845

Hambi ist überall! Soli-Baumhaus in Pödelwitz

Mit einem Soli-Baumhaus im Pfarrgarten zeigt sich das Bündnis „Pödelwitz Bleibt“ soliarisch mit den Protesten im Hambacher Forst. Mit dabei waren über 60 Teilnehmende aus der Region, die einen schnellen Kohleausstieg und den Erhalt des Waldes sowie der bedrohten Dörfer im Rheinland und anderswo forderten. Das Baumhaus wurde von zahlreichen Kindern bemalt und anschließend mit einer Seilwinde hochgezogen.
Ilana Krause vom Bündnis „Pödelwitz Bleibt“ erläutert die Aktion: „Die Dürre diesen Sommer in Deutschland und die derzeitigen Riesenstürme in anderen Teilen der Welt zeigen, wie die Klimakrise aussieht. Es ist nicht hinnehmbar, dass ein uralter Wald für Braunkohle abgeholzt werden soll, obwohl diese Deutschlands größter Beitrag zum Klimawandel ist. Pödelwitz droht das gleiche Schicksal, hier will die MIBRAG für die Kohle ein 700 Jahre altes Dorf zerstören, sogar ohne rechtliche Grundlage. Deshalb wollen wir den vielen Protestierenden im Rheinland sagen: Wir kämpfen mit euch!“
Im Wald von Hambach will der Energiekonzern RWE Braunkohle fördern und lässt deshalb derzeit die Besetzer*innen räumen, die den Wald schützen wollen.

Für uns ist klar: Pödelwitz bleibt! Hambi bleibt!

One struggle – one fight!

Vielfältiger Protest gegen Braunkohle im Leipziger Land

Klimaaktivist*innen aus ganz Deutschland und Europa demonstrierten zu unserem Aktionstag auf vielfältige Weise gegen den Braunkohleabbau im Leipziger Land und für eine klimagerechte Welt. 350 Aktivist*innen der Gruppe Kohle erSetzen blockierten die Zufahrtsstraße des Braunkohlekraftwerks Lippendorf. Das Bündnis Pödelwitz bleibt! veranstaltete eine Fahrraddemonstration in der Region um Pödelwitz mit 150 Teilnehmer*innen. In Leipzig hielt die Tour de Natur ihre Abschlussdemonstration ab. Bereits am Morgen brachte eine Kleingruppe das Förderband nördlich von Pödelwitz durch eine Log-On Aktion zum Stillstand.

Abschluss der Degrowth Sommerschule

Am Donnerstag endete die Degrowth Sommerschule mit der Vorstellung der Ergebnisse aus den viertägigen Kursen zu Utopien und Visionen einer Postwachstumsgesellschaft. Im Abschlusspodium „Kohlewiderstand: lokal-global-radikal“ diskutierten Karolina Drzewo, Narlis Guzman Anngulo, Thilo Krainais und Hannelore Wodtke über verschiedene Sichtweisen auf den Kohlewiderstand. Damit endet auch das Workshop Programm des Klimacamps. Wir freuen uns auf einen kreativen Aktionstag am 4. August.